Die Strecke beginnt in Rittersgrün am Arnoldshammer oder am Freibad (hier sind ausreichend Parkmöglichkeiten vorhanden) und endet auf dem Reiterhof „Pegas“ in Depoltovice (www.jkpegas.cz).
Obwohl der Reitweg gut ausgeschildert ist, gibt das Reiten durch die Wälder und Fluren nach GPS–Navigation eine größere Sicherheit.
Die Navigation wurde aktualisiert!
Footpath – Strecke mit Trackpunkten
"Grenzüberschreitende Freundschaft" - nicht nur das Motto des diesjährigen Wanderritts an Himmelfahrt
Am 14. Mai 2026 war es wieder soweit - auf dem Rockstrohgut in Rittersgrün trafen sich deutsche und tschechische Reiter, um sich gemeinsam auf einen Wanderritt über den Erzgebirgskamm zu begeben. Ziel war das alte Schloss in Depoltovice - heute der Pferdehof unseres Partnervereins Pegas.
Auf der Wanderroute gab es wieder viel Interessantes zu entdecken - unter anderem Naturdenkmäler wie eine 150 Jahre alte Weißtanne oder die Himmelswiese bei Halbmeile - vor allem aber immer wieder wunderschöne Ausblicke auf die Landschaft des Erzgebirges.
Am ersten Halt an der St. Nepomuk Kapelle wurden die Reiter in diesem Jahr von Pfarrer Beyreuther i.R. aus Rittersgrün und seinem tschechischen Kollegen Pfarrer Rob aus der Pfarrgemeinde Karlovy Vary - Rybare empfangen und eingesegnet. Deutsch-tschechische Freundschaft also auch im Glauben.
Weiter ging der Ritt durch das Schwarzwassertal bei Hage (Zwittermühl) und über den Plattener Kunstgraben (Welterbe Montanregion Erzgebirge e.V.) vorbei an Tagesschürfen aus dem 17. Jahrhundert hinauf auf den Erzgebirgskamm (1200 Hm). Bei Bludna (Irrgang) kamen Reiter und Pferde bei der Binge Rote Grube nach Pernik (Bäringen) und wurden in einer dortigen Pension bestens versorgt.
Nach der stärkenden Mittagspause führte der Weg auf dem Höhenzug (ca. 960 Hm) nach Velflik (Wöflingen) - einem ehemaligen Wald- und Bergarbeiterort der heute leider nicht mehr existiert - bevor es steil bergab nach Depoltovice (Tippelsgrün) auf 483 Hm ging. Hier, wo das Erzgebirge ans Böhmische Becken grenzt, wurden die Wanderreiter herzlich im alten Schloss empfangen.
Nachdem die Pferde versorgt waren, konnten sich schließlich auch die Reiter und Freunde der beiden Partnervereine "Pegas Depoltovice" und "Rittersgrüner Fuchsjagd" zu einem gemütlichen Beisammensein treffen und dabei über die Erlebnisse des Tages und vielleicht sogar schon über künftige gemeinsame Vorhaben sprechen - den Freundschaften wollen gepflegt werden. Am nächsten Tag ging es dann auf gleicher Strecke zurück nach Rittersgrün - mit vielen schönen Erinnerungen an eine Leidenschaft, die über Grenzen hinweg verbindet.
Der Wanderritt wurde vor allem von Dietrich Meyer (als Vertreter des Fördervereins Rittersgrüner Fuchsjagd e.V.) in Zusammenarbeit mit Helena Lahodna (als Vertreterin des Vereins Pegas in Depoltovice) organisiert und in diesem Jahr aus dem Kleinprojektefond der EUREGIO EGRENSIS kofinanziert. Wir danken für die gute Zusammenarbeit und Unterstützung.











15 Jahre Reitwanderweg Rittersgrün - Depoltovice
Die Sonne strahlt am 9. Mai 2024 über dem Rockstrohgut in Rittersgrün und die Wiese füllt sich langsam mit Pferdeanhängern. Es ist Christi Himmelfahrt und damit der Tag, an dem sich inzwischen traditionell eine Gruppe von Reitern auf den Weg nach Tschechien macht. Heute werden es 25 Reiter sein - die meisten aus der näheren Umgebung, einige aber auch aus der Nähe von Chemnitz und Leipzig sowie aus dem Vogtland. Eine Strecke von gut 30 km durch die erzgebirgische Landschaft liegt vor ihnen - Ziel ist der Reiterhof Pegas in Depoltovice.
Möglich ist dieser Wanderritt nur, weil Dietrich Meyer vom Förderverein Rittersgrüner Fuchsjagd e.V. vor 15 Jahren eine Vision hatte. Gemeinsam mit Dr. Bernd Hentschel und Thomas Welter (alle drei Vorstandsmitglieder) engagierte er sich damals für die Verwirklichung des Projekts. Bis zur offiziellen Eröffnung im Oktober 2009 mussten einige bürokratische und umsetzungspraktische Herausforderungen gemeistert werden. Ergebnis ihrer Bemühungen war nicht nur der grenzüberschreitende Reitwanderweg, sondern auch eine bis heute bestehende und aktiv gelebte Partnerschaft zum tschechischen Reitverein Pegas.
Die Instandhaltung des Reitwanderwegs ist eine der zentralen Aufgaben des Fördervereins und liegt bis heute vor allem in den Händen von Dietrich Meyer und seiner Familie. Seit dem vergangenen Jahr investierten sie zahlreiche Arbeitsstunden um die Beschilderung rechtzeitig zum Jubiläum zu erneuern und auch die GPS-Digitalisierung (Link unter der Rubrik Reitwanderweg abrufbar) auf aktuellen Stand zu bringen.
Anlässlich das 15jährigen Bestandsjubiläums durften Reiter, Begleiter und Zuschauer an der St. Nepomuk-Kapelle auf Halbmeil - der ersten Rast auf tschechischer Seite - eine Andacht durch Pfarrer i.R. Beyreuther erleben und sich mit seinem Segen auf den weiteren Weg machen. Bei bestem Frühsommerwetter konnten die Reiter auf ihrer weiteren Route nicht nur die Schönheit der Natur, sondern auch ausgedehnte Gespräche und gutes böhmisches Essen genießen. Am frühen Abend kamen Pferde und Reiter erschöpft aber gesund in Depoltovice an. Im urigen Bierkeller fand das Jubiläum dann seinen geselligen Ausklang bevor es am nächsten Morgen zu Pferd oder mit dem Anhänger zurück in die Heimat ging.
Zwei intensive Tage zu Pferd dürften für die Teilnehmer viele schöne Erinnerungen geschaffen haben und wir hoffen, dass die seit 15 Jahren bestehende Tradition auch in den kommenden Jahren regen Anklang findet.
Schöne Eindrücke des Jubiläumsritts fing auch ein Kamerateam des MDR ein, welches Dr. Bernd Hentschel eingeladen hatte, um die Reitermeute auf ihrer Strecke zu begleiten. Der Sendebeitrag von Katrin und Robert Funke aus dem "Sachsenspiegel" vom 12.05.2024 kann über unseren Kontakt angefordert werden.


Auf dem Pferd über den Kamm
Rittersgrün. Nach einem stressigen, aber gelungenen Wochenende hat auch der Montag für Bernd Hentschel erfreulich begonnen. Als der Vorsitzende des Fördervereins Rittersgrüner Fuchsjagd am Morgen seinen PC startete, fand er eine E-Mail von Ines Schieck: "... sind gestern gut in Pernink angekommen. Vier Reiter sind noch weiter, wollten übernachten und heute zurück. Die Landschaft war super. Hat uns gut gefallen. Ines Schieck gehörte zu den gut 40 Reitern, die am Sonntag in Rittersgrün zu einem grenzüberschreitenden Ritt nach Böhmen aufbrachen. Zuvor war mit einem beeindruckenden Zeremoniell im neu gestalteten Areal der Pension Ehrenzipfel der erste deutsch-tschechische Reitwanderweg eingeweiht worden. Er führt von Rittersgrün über 30 Kilometer, meist auf Forst- und Feldwegen, bis Karlovy Vary. Die Landräte des Erzgebirgskreise und der Region Karlovy Vary ließen es sich nicht nehmen, bei der Einweihung die "Macher" zu würdigen. Das neue touristische Angebot geht auf eine Initiative des Fördervereins Fuchsjagd zurück, der enge Kontakte zu tschechischen Pferdefreunden hat. Trotz ungemütlichen Wetters bekamen Zuschauer viel zu sehen: Die Landräte der Erzgebirgskreise und der Region Karlovy Vary ließen es sich nicht nehmen, bei der Einweihung die "Macher" zu würdigen. Das neue touristische Angebot geht auf eine Initiative des Fördervereins Fuchsjagd zurück, der enge Kontakte zu tschechischen Pferdefreunden hat. Trotz ungemütlichen Wetters bekamen Zuschauer viel zu sehen: Reiter und Rösser, Fuchsjagd-Vereinsmitglieder und Rittersgrüner Schützen in edlen Uniformen, Jagdhornbläser, einen Falkner mit Greifvögeln, ein festliches Rundzelt. Kameraleute und Fotografen hielten auch jenen Moment fest, als am einstigen Grenzübergang Halbemeile eine Infotafel enthüllt wurde. Am Startort sorgten eine Falknerschau und Livemusik aus Böhmen im Festzelt für Stimmung. Erste Vorarbeiten zum Reitwanderweg durch deutsche und tschechische Enthusiasten mündeten Ende März 2009 in Rittersgrüns Partnerkommune Nova Role in den Antrag auf EU-Fördermittel aus dem Ziel-3-Programm. Zugleich wurden mit allen beteiligten tschechischen Vereinen projektbezogene Partnerschaftsvereinbarungen abgeschlossen. Nachdem die Streckenführung von Rittersgrün über Halbemeile, Pernink, Nejdek nach Depoltovice und Stara Role bei Karlovy Vary festgelegt war, galt es, Genehmigungen einzuholen und Verträge mit den Flächenbesitzern abzuschließen. Der Weg war zweisprachig auszuschildern und Informationsmaterial zu erstellen. Bernd Hentschel: "In allen von unserer Route berührten Orten gibt es ausreichend Pensionen, Gaststätten und Ställe." Aktive und Besucher sind sich einig: Die gelungene Eröffnung lässt auf ein reges Nutzen des Reitweges hoffen. "Und so sind auch die Menschen beiderseits der Grenze wieder ein Stück zusammen gerückt", sagte Erzgebirgs-Landrat Frank Vogel. Quelle: Freie Presse / von Frank Nestler




